Wer jetzt seine Heizung modernisiert, spart Energie und schont die Umwelt
Nicht ob, sondern wann - das
ist die Frage für Altanlagenbesitzer
Sämtliche in Deutschland installierten Heizkessel müssen seit
Dezember 2004 die
verschärften Abgasgrenzwerte der Kleinfeuerungsanlagenverordnung
(1. BImSchV) einhalten. Das bedeutet einen
maximalen Abgasverlust
der Heizungsanlage von 11 Prozent.
Technisch veraltete Heizkessel können die künftig geforderten Werte aber
kaum einhalten, auch nicht dann, wenn Diese einer jährlichen und
gründlichen Wartung unterzogen wird. Sie müssen also komplett gegen
eine moderne, Energie sparende Heizungsanlage ausgetauscht werden.
Die betroffenen Anlagen, vorwiegend Heizkessel, die seit mehr als 15
Jahren im Betrieb sind, wurden bereits 1997 vom Schornsteinfeger in
der so genannten Einstufungsmessung erfasst. Doch selbst wenn der
Schornsteinfeger bei dieser Einstufungsmessung einem älteren
Heizkessel noch tolerierbare Werte attestiert hat, sagt dies wenig
über dessen Wirtschaftlichkeit aus. Festgestellt wurde lediglich,
dass die Heizung noch den gesetzlichen Vorschriften entspricht.
Bei Heizanlagen, die vor 1982 installiert worden sind, lohnt es sich
allemal zu modernisieren. Diese alten Heizkessel vergeuden wertvolle
Energie. Sie haben einen zu hohen Ölverbrauch und mit Ihrer konstant
hohen Temperatur entstehen Auskühl- und Oberflächenverluste, die in
der Regel weitaus größer sind als die Abgasverluste.
In welchen Dimensionen dabei wertvolle Energie verschenkt wird,
zeigt ein Vergleich: Ein veralteter Heizkessel weist einen
Oberflächenverlust von durchschnittlich 18 Prozent und einen
Auskühlverlust bei Stillstand von rund 5 Prozent auf. Zusammen mit
den Abgasverlusten wird so der Gesamtnutzungsgrad auf bescheidene 65
Prozent gedrückt. Ein heutiger Niedertemperaturkessel dagegen
verliert allenfalls 1 Prozent der zugeführten Energie über Auskühl-
und Oberflächenverluste.
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